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STV-Tischtennis.de

Homepage der TT-Abteilung des Soester TV

Die TT-Abteilung

Die Geschichte der Tischtennisabteilung des Soester Turnvereins von 1862 e.V.



 

An einem Winterabend im Jahre 1945/46 trafen sich mehrere am Tischtennisspiel interessierte Turnbrüder aus unserem Verein im Wohnzimmer des unvergesslichen ehemaligen Handballtorwartes der 1. Herrenmannschaft, späteren Oberturnwartes, Kommandeurs der Garde der Wochenendschützen im STV, Karnevalisten und Hans Dampf in allen Gassen, Wilhelm Wegener, um der Ballsportart Tischtennis den Start in unserem Verein zu ermöglichen. Heinz Peters, Karl Rustemeier, August Senger, Heinz Schnee, August Ronig und Karl Wegener waren an der Gründung der Abteilung und dem Aufbau von Herren-Damen- und Jugendmannschaften beteiligt.  

Sport verbindet die Menschen

Zunächst nahm eine Herrenmannschaft im Bezirk Hellweg in der Saison 46/47 in der Besetzung Schnee, Senger, Peters, Krämer, Requardt, Hettig, Rustemeier, Ronig und W. Wegner regelmäßig an den Meisterschafts- und Freundschaftsspielen teil. Als am 26. Januar 1947 die erste große Werbeveranstaltung unseres Vereins im übervollen, damaligen Burgtheater in der Marktstraße, heutige Dependance der Sparkasse, über die Bühne lief und die Tischtennisspieler auf der Bühne ihre Künste zeigten, gab es für diese junge Sportart im Verein einen großen Zulauf an neuen Mitgliedern. Tischtennisspielen war auf einmal „in“ in Soest. Alsbald waren genügend Spielerinnen und Spieler zusammen, dass man zur Saison 47/48 mit zwei Herrenmannschaften und einer Damenmannschaft an den Spielen im Bezirk Hellweg teilnehmen konnte. Während die Herrenmannschaften am Spielbetrieb in verschiedenen Klassen, wie es heute noch üblich ist teilnahmen, trugen die Damen zeitgleich mit den Herren Freundschaftsspiele gegen die Vereine aus, gegen die die Herren gerade ihr Meisterschaftsspiel austrugen. Der Grund dafür war, dass es zu diesem Zeitpunkt im Bezirk Hellweg nicht genügend Damenmannschaften gab, um in Gruppen Meisterschaftsspiele auszutragen. Das änderte sich aber schlagartig mit der Zunahme an Mannschaften im Jahre 1948/49. In der „ersten“  2. Herrenmannschaft spielten Hans Göbel, Helmuth Pieper, Bernhard Jantos, Gustav Wenderoth, Josef Bange, Heinz Wilmer und Walter Sachnik, während die Damen der ersten Stunde abwechselnd in der Besetzung Inge Emde, Resi Gluns, Hertha Geyer, Agathe Groß, Irmgard Hellhake und Inge Schwarz spielten. Die erste Jugendmannschaft bestanden 1949 aus den Spielern Rolf Hanel, Theo Winzerling, Gerd Cordes, Erjus Weller, Paul und Helmut Pichl.   

Ein Problem bei der Abwicklung der Meisterschaftsspiele war damals natürlich der Mangel an Spielstätten in den noch vom 2. Weltkrieg her stark zerstörten Städten und Gemeinden. So spielten etliche Vereine bedingt durch den Mangel an Turnhallen und Aulen in den Schulen in Gaststätten, Tanzsälen und Schützenhallen, wenn denn die Räumlichkeiten dafür genügen Platz zum Aufstellen von Tischtennisplatten hergaben.


In der Turnhalle des Hildegard Lyzeums: (v.l.) Gerd Ziebe, Paul Pichl, Hans Brockmann, Fritz Reckmann (+)

So fanden in unserem Verein die ersten Ping-Pong-Partien auf dem großen Wohnzimmertisch bei Wilhelm Wegener statt.  Ein paar Wochen später fand mit einer Tischtennisplatte im etwas größeren Hinterzimmer des Gasthofes Drei Kronen in der Jakobistraße, „Pöttken Dahlhoff“ genannt, das erste Training statt.  Aber alsbald stellte Turnbruder Heinz Frohne, Inhaber des Hotels Domhof am großen Teich, heutiges Highländer-Hotel, selber ein begeisterter Tischtennisspieler den Tanzsaal für den Trainingsbetrieb und zur Durchführung der Meisterschaftsspiele zur Verfügung, so dass mit der Saison 46/47 der Spielbetrieb zunächst hier aufgenommen werden konnte. Als der Trainings- und Turnierbetrieb größere Ausmaße annahm in der Saison, da kam der Saal der Ressource am Markt über dem Georgenkeller als zweites Spiellokal hinzu. Die Lichtverhältnisse waren schlecht in den Tanzsälen und so griffen die Turnbrüder zur Selbsthilfe und konstruierten aus großen alten Weißblechdosen viereckige Tiefstrahler, die jeweils tief hängend über den Tischen zu den Meisterschaftsspielen angebracht werden mussten, damit die Spieler auch genügend Licht zur Ausübung ihres Sportes hatten. Auch die Abwicklung der Meisterschaftsspiele war zur damaligen Zeit für die Vereine mit mehr Arbeit verbunden als es heute der Fall ist. Es gab zwar schon verbindliche Spielpläne, jedoch oblag es der Heimmannschaft jeweils 10 Tage vor dem offiziellen Termin den Gast schriftlich einzuladen, da es wegen der Bereitstellung der Spielstätten oft zu Zeitverschiebungen von Sonnabendabend auf den Sonntagvormittag und bei Koppelspielen sogar auf den Sonntagnachmittag kam. Diese Arbeit oblag am Anfang dem Geschäftsführer,  jedoch bei der Zunahme an beteiligten Mannschaften in unserem Verein, war dieses die Aufgabe des jeweiligen Mannschaftsführers. Zur damaligen Zeit fuhr man infolge der beschränkten Anzahl an PKW-Besitzern und mangels vereinseigener finanzieller Mittel meistens mit der Bahn zu den einzelnen Spielorten. Hierfür gab es sogenannte Gruppenfahrscheine und jede Mannschaft hatte jeweils einen Spieler in ihren Reihen, der eine entsprechende Lizenz durch Ablegung einer Prüfung, Jugendgruppenleiterausweis, der Vorstufe zum Übungsleiter oder auch diesen abgelegt hatte. Ohne derlei Bescheinigungen wurde das Fahren zu den Spielen teuer, denn der Fahrpreis wurde von den Spielern selbst bezahlt und ohne Ausweis gab es keine Gruppenfahrkarten. Da die Vereine wenig Geld hatten, mussten die Spieler für die Fahrtkosten selbst aufkommen. Bei Koppelspielen beispielsweise, Antreten beim SSV Hagen und VfL Hagen mit mehreren Mannschaften, fuhr man auf einem vom Abteilungsleiter gesponserten mit Holzgas betrieben LKW dann zu den beiden Spielorten. Eine Himmelfahrt,  vor allen Dingen im Winter eine frostige Angelegenheit, aber man wollte Sport treiben und da nahm dankbar auch eine Klappbank auf einem zugigen LKW in Kauf. Der begehrteste Platz war dann immer am Holzgaskocher, der hinter dem Führerhaus an der Ladefläche angebracht war und etwas Wärme ausstrahlte.

Die erfolgreichen Tischtennis-Herren Ende der 50er Jahre:

(v.l.) Abteilungsleiter Dr. Werner Druxes (+), Ernst Barnert, Helmut Pichl, Fritz Reckmann (+), Gerd Ziebe, Josef Bange, Werner Müller

Am Anfang Januar des Jahres 1949 veranstalteten die Tischtennisspieler dank der guten Verbindungen zu einigen Spitzenvereinen im Lande erstmalig das „Soester Drei-Königs-Turnier“ im Blauen Saal des Rathauses. Unter der Regie von Paul Requardt und Werner Müller trugen Mannschaften von ETuS Bad Hamm, SV Hohenlimburg, SV 07 Schloss Neuhaus, und Soester TV zunächst am Samstagnachmittag ein Mannschaftspokalturnier aus und am folgenden Sonntag ein Einzelturnier.  Bei den Mannschaften siegte ETuS Bad Hamm und im Einzelwettbewerb setzte sich Kreienberg aus Hohenlimburg gegen Hoischen aus Schloss Neuhaus durch. Im Laufe des Jahres 1949 siedelte die Tischtennis-Abteilung dann in die Turnhalle des damaligen Hildegardlyzeums, heutige Christian-Rohlffs-Realschule am Paradieserweg um. Durch diesen Umzug bekam der Tischtennissport in Soest neue Dimensionen. Die Zahl der Mitglieder in der Abteilung wuchs ständig. Zeitweilig nahmen in den ersten Jahren wechselnd zwischen vier und sechs Mannschaften am Spielbetrieb teil.  Das „Drei-Königsturnier“ fand alljährlich immer Anfang Januar bis zum Jahr 1953 statt. Da im Laufe des Jahres der Geschäftsführer Paul Requardt als Organisator aus beruflichen Gründen kürzer treten musste, fiel das Turnier mangels eines Organisators aus und Soest hatte eine Attraktion im Tischtennissport weniger.

 

Endspiel im Einzel des Dreikönigsturniers 1949 im Vordergrund Klüner Hamm gegen Kreienberg Hohenlimburg
 

Einen weiteren Höhepunkt in der jungen Geschichte der Abteilung fand im Jahre 1950 statt. Die jugoslawische Nationalmannschaft war auf einer Tournee durch Deutschland um für die kommende Weltmeisterschaft internationale Spielerfahrung zu sammeln und dank der Verbindungen unserer Spieler Müller und Requardt, gastierten die Spieler vom Armesportklub „Roter Stern“ Belgrad auf Einladung unseres Vereins zu einem Gastspiel im Blauen Saal des Rathauses. Mit dem mehrfachen Deutschen Meister Berni Vossebein aus Bochum, Jugend- und Westdeutscher Herrenmeister Horst Illberg aus Hagen, dem Oberligaspieler und westdeutscher Ranglistenspieler Kurt Klüner aus Hamm und dem erfahrenen Soester Spitzenspieler Werner Müller, kämpfte eine gemischte Truppe gegen einen sehr starken Gegner und unterlag mit 5:2. Die Punkte für die Heimmannschaft errangen Berni Vossebein und Werner Müller.

 

1950/51, 1. Herren mit Gästen aus Schloss Neuhaus vor der Turnhalle des Hildegard-Lyzeums. Gäste im Sportdress, Soester Spieler in Zivildress.      
Von links, Hans Krämer, Kurt Michalek, Josef Bange, Heinz „Pullus“ Wilmer , Paul Requardt, Josef Stuckmann, Heinz Peters und Abteilungsleiter Karl Rustemeier.


1951/52, Karl Rustemeier, Pullus Wilmer, Kurt Michalek, Heinz Peters, Josef Bange und Paul Requardt vor einem Meisterschaftsspiel in der Turnhalle.
 

Mit der sehr stark angewachsenen Anzahl an Jugendlichen führte die Vereinsführung in den Jahren 1952 bis 1956 in den Sommerferien regelmäßig eine Sportfreizeit im Sportheim des TuS Borkum auf der Nordseeinsel durch. Gleichzeitig nahmen unsere Spielerinnen und Spieler an den Bädermeisterschaften teil und trafen dort alte Bekannte aus der Tischtennisszene, wie Vossebein aus Bochum, Ilberg aus Hagen, Lackner aus Münster und, und, und.  Leider schlief diese Einrichtung nach ein paar Jahren mangels fehlender Begleiter und eines Organisators ein.

 

Freizeit auf Borkum während des Bäderturniers in den Schulferien 1953
von links: Gerhard Ziebe, Paul Pichl, Lotti Gehrke geb. Wulff, Erjus Weller und Josef Paul.

 

Mannschaftsspiel gegen eine Auswahl der belgischen Arme im Hildegardlyzeum zwei Soldaten umrahmt von Werner Müller und Erjus Weller

 

Von links, Paul Pichl, Josef Bange, Hermann Schlüter, Fritz Reckmann, Gerd Ziebe und Helmut Pichl.


Die Gesichter der Mannschaften hatten sich im Laufe der Jahre verändert, einige Spielerinnen und Spieler verließen aus privaten und beruflichen Gründen die Stadt und wechselten zu anderen Vereinen, ebenso kamen neue Gesichter zu uns. So spielte der 12-fache Schlesischer Meister Polauke bei uns, als jedoch der Aufstieg in die Oberliga 1950 nicht klappte, wechselte er zu Gold-Weiß Wuppertal. Aus beruflichen Gründen kam vom Oberligisten Meiderich Heinz Göer zu uns und spielte bis zu seiner Versetzung in eine andere Stadt mehrere Jahre bei uns. Bedingt durch Heirat kam der erfahrene Ligaspieler Fritz Reckmann zu uns spielte bis zu seinem Tod in der 1. Mannschaft. Aus dem Norden unseres Landes verschlug es den erfahrenen Ligaspieler Ernst Barnert beruflich nach Soest und  er spielte ebenfalls in der 1. Mannschaft. In der Besetzung Müller, Bange, Reckmann, Ziebe, Pichl und Barnert schaffte die 1. Mannschaft 1956 ungeschlagen den Wiederaufstieg  in die Landesliga. Nachdem es im Jahre 1963 innerhalb der Tischtennisabteilung zu Spannungen kam, schieden Ernst Barnert, Werner Müller und weitere Spieler aus und schlossen sich den Hobbyspielern des damaligen ETuS Jahn Soest an.

 

1. Herrenmannschaft, die ungeschlagen den Wiederaufstieg schaffte mit Josef Bange, Werner Müller, Fritz Reckmann, Gerhard Ziebe, Helmut Pichl und  Ernst Barnert.

Mit dem Umbau des Lyzeums in eine Realschule und der  Fertigstellung der Aldegrever-Turnhalle zogen die Tischtennisspieler im Anfang des Jahres 1968 in diese Turnhalle um. Mit dem Umzug in die im Stadtkern liegende Turnhalle bekam die Abteilung, die inzwischen auf zwei Mannschaften geschrumpft war, einen Schub neuer Mitglieder. Bedingt durch die Rückkehr des Turnbruders Erjus Weller im Herbst 1968 wurde unter seiner Leitung wieder kontinuierlich Jugendarbeit betrieben. Verstärkte Werbung durch den Turnbruder Kramer, der am Gymnasium als Musiklehrer tätig war, brachte mit einem Schlag 36 Schüler und Jugendliche im Herbst 1968 zum Training. Mit viel Fleiß und Energie gingen dann die Schüler und Jugendlichen mit 3 Schüler- und einer Jugendmannschaft in der Saison 69/70 an den Start. Zwischenzeitlich summierte sich dieses auf sechs Schüler- und Jugendmannschaften. Im Laufe der Jahre kamen noch einige Mädchen hinzu, die mit 2 Mannschaften in der Jugend- und Damenkreisklasse des TT-Kreises Hamm mitmischten. In den Spitzenzeiten waren es in den späten 70iger und ersten 80iger Jahren rund 8 bis 14 Mannschaften, die regelmäßig am Meisterschaftsspielbetrieb teilnahmen.

 

2. Herrenmannschaft 1980 alle Spieler stammen aus der 2. Schüler des 1969/70iger Kaders

 

1. Schülerinnenmannschaft 1979: von links, Susanne Arndt, Bettina Kemper und Petra Adomeit

 
In der Tischtennisabteilung, die 1973 inzwischen wieder auf 70 Mitglieder angewachsen war, wurde im Mai erstmalig das Mannschaftsturnier um den „Wappenschlüssel“ der Stadt Soest gespielt. Den vom damaligen Vereinsvorsitzenden und Stadtdirektor unserer Stadt, Dr. Gerhard Groot, gestifteten Dauerwanderpokal, das aus Bronze gegossene Stadtwappen „Soester Schlüssel“, wurde bei den Herren vom TuS Lohauserholz-Daberg und bei den Damen von DJK Viktoria Heessen gewonnen. Die Teilnehmer dieses ersten Turniers waren Damen- und Herrenmannschaften der Vereine TuS Lohauserholz-Daberg, DJK Viktoria Heessen, ETuS Jahn Soest und Soester Turn Verein.  Inzwischen wurde dieses Turnier zum 20. Mal durchgeführt, aber der Modus geändert. Das reine Mannschaftsturnier wurde umgewandelt in eine Kombination aus Mannschafts- und Einzelturnier.

 

Urkundenverleihung im Wappenschlüsselturnier 1979 an Rita Clauw durch den Abteilungsleiter  Dr. Werner Druxes.

 

Turnierleitung: Erjus Weller umrahmt von Dr. W. Druxes, Klaus Fischer, Martin Adomeit und Ulrich John.

 
Ein erfolgreiches Jahr für die Nachwuchsarbeit war der Abteilung im Jahr 1975 beschieden, denn Barbara Müller und Thomas Hauff kämpften sich in der Schülerklasse von den Kreis- über die Bezirksmeisterschaften bis zur Westdeutschen durch und schieden in der Runde der letzten sechzehn aus. Ähnlich erging es der Damenmannschaft, die im Pokalwettbewerb auf der Landesebene den 3. Platz belegte. Die Abteilung war inzwischen auf 96 Mitglieder angewachsen.


Tischtennis Demonstration beim 125-jährigen Bestehen des Gesamtvereins

Einen tiefen Einschnitt im Vereinsleben brachte die Saison 1981/82 mit sich. Bei internen Querelen, es ging um die unberechtigte Freigabe von wechselfreudigen Spielern durch einen nicht dazu berechtigten Mannschaftsführer, wanderten mit einem Schlag rund 34 Erwachsene und Jugendliche zum Ortsrivalen vom TuS Jahn Soest. Die Abteilung schrumpfte von 104 Mitgliedern auf 70 Mitglieder, später auf 40 und seit 2002 ist sie auf 63 Mitglieder wieder angewachsen.

 

1. + 2. Schülermannschaft 1984:  von links Andreas Romberg, Thomas Küchmeister, Ralf Schitto, Michael Hense, Bernd Rüther, Oliver Hansen, Thorsten Hild, Udo Schüttler und Andreas Pfaff.

 

Ehrenabteilungsleiter Dr. Werner Druxes (1999 +) erklärt dem 10-jährigen Andre Jansen 1987 den richtigen Aufschlag.
 

Zur Zeit nehmen fünf Herrenmannschaften an den Meisterschaftsspielen im Kreis Hamm und Bezirk Arnsberg teil.
 
Die 1. Herrenmannschaft spielte seit der Gründung der Abteilung in folgenden Klassen:

Von 1946/1947 bis 1948/1949    Bezirksklasse
      1949/1950                        Landesliga        
      1950/1951                        Westfalenliga
von 1951/1952 bis 1954/1955     Landesliga        
      1955/1956                        Bezirksklasse
von 1956/1957 bis 1960/1961     Landesliga
von 1961/1962 bis 1969/1970     Bezirksklasse
von 1970/1971 bis 1971/1972     Kreisliga
von 1972/1973 bis 1973/1974     Kreisklasse
von 1974/1975 bis 1975/1976     Kreisliga
von 1976/1977 bis 1991/1992     Kreisklasse
      1992/1993                        Kreisliga    
      1993/1994                        Kreisklasse
      1994/1995                        Kreisliga
      1995/1996                        Bezirksklasse
von 1996/1997 bis 2000/2001     Kreisliga
von 2001/2002 bis 2002/2003     Bezirksklasse
      2003/2004                        Kreisliga
von 2004/2005 bis 2005/2006     Bezirksklasse
von 2006/2007 bis 2008/2009     Bezirksliga
 ab  2009                               Landesliga

Unsere Damenmannschaften spielten seit 1949/50 abwechselnd in der Bezirksklasse Hellweg und später nach der Neuordnung im WTTV in den Kreisklassen im TT-Kreis Hamm und Bezirksklasse im Bezirk Arnsberg. Seit ca. 12 Jahren haben wir keine Damenmannschaften mehr. Die Schüler- und Jugendmannschaften spielten seit 1949 im Bezirk Hellweg und nach der Neuordnung in den Kreisklassen des TT-Kreises Hamm und in der Bezirksklasse des TT-Bezirks Arnsberg.


Folgende Abteilungsleiter und Stellvertreter hatte die Abteilung:

1946               Willi Wegener          1946                Konrad Garbrecht       
1947 - 1953   Karl Rustemeier       1947 - 1953    Paul Requardt
1954               Heinz Peters            1954                Hans Gruhs
1955 - 1956   Karl Richter              1954                Paul Pichl
                                                       1955 - 1960    Elisabeth Voß
1957 -1981    Dr. Werner Druxes   1961 - 1969    Hermann Schlüter
                                                       1969 - 1982    Erjus Weller
1982 - 1992   Erjus Weller              1992 - 1993    Michael Hense
1993 - 1994   Arnold Hoffmann     1993 - 1995    Jörg Broch         
1995               Rolf Häckel              1997 - 1998    Oliver Hansen
1996 - heute  Jörg Broch                1999 - heute   Jan-Hendrik Düspohl
 

 

Dem Tischtennissport frönen Alt und Jung
 

Tischtennis: allgemeine Entwicklung

Knapp einhundert Jahre ist das Tischtennisspiel alt und doch schon seit rund 70 Jahren auf der ganzen Erde bekannt. Dem Deutschen Tischtennisbund sind ca. 7000 Vereine mit über 400.000 Aktiven angeschlossen. Rund 100 Nationen sind Mitglied im Internationalen Tischtennisverband.

Der Ursprung des Tischtennisspiels geht etwa nicht auf Asien zurück, wie man meinen könnte, weil dort wie Experten meinen die eleganteste Spielweise ausgeübt wird oder man mit Ping-Pong sogar Politik machte.  

Nein, die Anfänge wurden in Europa gemacht, und die für unsere Ohren so fernöstlich klingende Bezeichnung  Ping-Pong kam zustande, weil man damals zum Schlagen zuerst ein Tamburin oder Banjo benutzte. Der erste „richtige“ Schläger war das mit Pergament bespannte Banjoracket.

Die Töne, die von den abwechselnd auf die Tischplatte und die Schläger treffenden Bälle erzeugt wurden, vereinigten sich lautmalerisch zu Ping-Pong. Das tun sie zwar heute auch noch, doch wird diese alte Spielweise jetzt als antiquiert abgelehnt. Zunächst wurde um die Jahrhundertwende Tischtennis in Kaffeehäusern wie z.B. Billard gespielt. Als man anfing auch in dieser Sportart zunächst in den Großstädten, Einzelmeisterschaften auszutragen, kam es dann zu Vereinsgründungen und zur heutigen Entwicklung im Mannschaftssport. Früher wurde im Mannschaftswettbewerb so gespielt, wie es heute bei den Tennisspielern noch üblich ist, sechs Spieler spielen in der Reihenfolge 1 – 6 gegeneinander und drei Doppel. Das knappste Ergebnis zum Gewinn ist dann ein 5 : 4.

Tischtennis – wir können es täglich in den Zeitungen lesen – ist zu einem Sport geworden, bei dem es um Punkt- und Aufstiegsspiele, um Meisterschaften und Turniere geht. Voraussetzung für all das ist aber zunächst einmal die Hobby-Beschäftigung mit einer Sportart, die zu denen zählt, die unsere Gesundheit vielfältig fördert. Der ganze Körper – buchstäblich von den Fingerspitzen bis zu den Zehen – wird dabei durchtrainiert, so dass die Gesamtkondition sich kräftigt. Das geschieht fast unmerklich, weil dieses Spiel mit dem Zelluloidball so fasziniert, dass man, einmal in Bewegung geraten, versucht ist, pausenlos weiterzuspielen. Beweglichkeit, Ausdauer und Schnelligkeit sind die körperlichen Voraussetzungen. Bald jedoch merkt man auch, das ein hohes, ja besonders geschärftes Reaktionsvermögen erforderlich ist, wenn man als Sieger aus dem Spiel hervorgehen will.

Was Tischtennis so schnell zum Hobby aller Lebensalter werden ließ, sind einmal die verhältnismäßig geringen Unkosten für die Erstausstattung, zum anderen die Spielmöglichkeiten zu jeder Jahreszeit im Freien, in größeren Wohnräumen, im Keller oder in einer Halle. Man kann die Jagd nach den kleinen Bällen an jedem größeren Tisch und auch mit geborgten Schlägern beginnen. Schnell jedoch merkt man, dass nicht jeder Schläger gleich gut in der Hand liegt, und man entschließt sich zur eigenen Anschaffung. Ähnlich ergeht es mit einem Tisch und Netz, denn schließlich gibt es hierfür feststehende Maße, 76 cm hoch, 274 cm lang und 152,5 cm breit. An diese Abmessungen sollte man sich auch als Hobbyspieler von Anfang an gewöhnen. Der Tisch darf keinerlei Unebenheiten haben, weil sonst der auftreffende Ball von seiner Bahn abgelenkt werden kann und das Spiel nicht mehr vom Können, sondern von Zufällen abhängt. Ähnlich ist die Situation, wenn das Tischtennisspiel im Freien ausgeübt wird, da der Wind die Flugbahn des Balles verändert. Daher sollte man diesen Sport nur in Hallen betreiben und in Vereinen ist dieses am Schönsten, da erstens Übungsleiter und Trainer den Neulingen die Grundregeln  in Bezug auf Schlägerhaltung, Körperhaltung, Taktik vermitteln und zweitens auch gleich mit den Regeln vertraut machen.

 

Der Autor dieser Chronik: Ernst Julius (Erjus) Weller steht seit über 50 Jahren an der Tischtennisplatte

Erjus Weller